schloss_solitude

lustprojektion
licht und klanginstallation in zusammenarbeit mit markus jatsch london und gunther laux münchen
schloß solitude stuttgart 1999
fotos: peter hartung, stuttgart

die lustprojektion verlegt die ambivalenz der sinnlichkeit selbst, als auch die ambivalente haltung gegenüber der sinnlichkeit in die umgebung des betrachters. bilder, erscheinungen, einnerungen, assoziationen und phantasien werden evoziert, sodass die eigene fähigkeit erforscht werden kann, die ambivalenz zu erleben, welche allem sinnlichen zugrunde liegt.

die installation basiert auf einer nächtlichen illumination des schlossgebäudes in einer intensiven rot-projektion. durch die topographische lage des schlosses auf einer anhöhe im südwesten stuttgarts und als endpunkt der barocken achse nach ludwigsburg ist die projektion nachts weithin sichtbar. überlagert wird die projektion von den akustischen elementen der emotionalen grundgefühle lachen und weinen.

erst bei einbruch der dunkelheit wird die installation sichtbar und erlebbar. es vollzieht sich ein schleichender übergang vom sonnigen tageslicht über den sonnenuntergang zum kontrastierenden nächtlichen blau. das schloss beginnt allmählich aus sich heraus zu leuchten, es erwacht.